Das Soziale Friedenswerk – eine kurze Geschichte

Der Verein „Freundeskreis Soziales Friedenswerk zur Förderung begabter Jugend“ wurde im Jahre 1950 vom Erzbischof von Salzburg DDr. Andreas Rohracher sowie von Bürgermeister Dr. Ernst Koref und den Landeshauptleuten ÖR Josef Krainer, Dr. Franz Rehrl, Dr. Josef Klaus und Dr. Heinrich Gleißner, dem Präsidenten des Österreichischen Roten Kreuzes Prof. Burghard Breitner, dem Herausgeber der Salzburger Nachrichten, Dr. Gustav Canaval sowie anderen bedeutenden Frauen und Männern aus vielen Parteien und gesellschaftlichen Richtungen gegründet.

Ziele einst

Ziel des Vereines war es ursprünglich, Kindern und Jugendlichen, deren Väter entweder im Krieg gefallen oder sich noch in Gefangenschaft befanden, die Möglichkeit für einen mehrwöchigen Erholungsaufenthalt in der Bergwelt Kärntens, Südtirols, des Salzkammerguts und an der Ostsee zu geben. Seither wurden in weit über 100 Ferienlagern tausende von Kindern und Jugendliche aus kinderreichen Familien vom „Sozialen Friedenswerk“ betreut, besonders begabte erhielten Stipendien, um ihre Ausbildung abzuschließen.

Dazu wurden Sammlungen veranstaltet sowie der „Herzhafte Hauskalender“, ein literarisches Jahrbuch zusammengestellt, von namhaften Künstlern illustriert, und verkauft; seine Erträge unterstützen diese Förderungen wesentlich, es konnte einer namhaften Zahl verarmter Menschen das Leben erleichtert werden.

Ziele heute

Nachdem in Österreich die ärgsten Probleme der Nachkriegszeit überwunden waren, hat sich der Verein auch an die deutsche Jugend in Elsaß-Lothringen und an rußlanddeutsche Rückwandererkinder gewandt, um diesen am Sommerlager die oftmals verlorene deutsche Sprache und Kultur wiederzubeleben; nach dem Umbruch in Osteuropa wurden die Kontakte nach Schlesien, Böhmen und Mähren, Ungarn, Rumänien, ja sogar in die Ukraine, nach Slowenien, Serbien, und Kroatien erweitert, zudem waren auch Kinder aus dem Kanaltal (Italien) und natürlich aus Deutschland und Österreich auf den Jugendlagern.

Unser Vorstand

Jahrzehntelanger Geschäftsführer war Dr. Norbert Scharnagel, der von Graz bzw. Salzburg den Verein leitete; 2005 wurde unter Obmann Klaus Hafner der Vereinssitz nach Wien verlegt und die Mörtlmühle in Bad Goisern zum neuen Zentrum der Sommerlager ausgebaut.

Seither waren dort wieder an die tausend Jugendliche auf den Sommerlagern zu Gast. Die Weiterbildung der Deutschkenntnisse sowie das Vermitteln der Grundlagen der Geschichte Österreichs und des Donauraumes sind wesentliche Bestandteile des zweiwöchigen Lagerlebens.

Seit 2017 wirkt Verena Rosenkranz mit einem verjüngtem Vorstand. Dieser setzt es sich heute vermehrt zur Aufgabe, junge Familien aus Österreich zu vernetzen und veranstaltet hierzu Familienlager, Vorträge, Kindernachmittage (Faschingsfeier, Adventlesungen, Flohmärkte) und kulturelle Veranstaltungen.